9. Jänner
Das Sängerjahr wird mit der Generalversammlung eröffnet.

11. Jänner
Erste Probe.

16. Februar
Wir mussten unseren Sängerfreund Winfried Huxdorff anlässlich seines Begräbnisses bei seinem letzten Weg begleiten.

20. März
Erste Vorstandssitzung.

24. März
Ganztägige Probe für die Toskanareise im Schloss Kottingbrunn.

16.-21. Mai
Konzertreise in die Toskana.
Beschreibung siehe separater Bericht am Seitenende.

30. Juni
Anlässlich des 50. Geburtstages von Sieglinde Michalko war auch der AMGV eingeladen. Wir ehrten unsere Chorleiterin mit einem ausführlichen „Ständchen“, zu dem sie natürlich spontan „das Dirigat“ übernahm.

14.–21. Oktober
Konzertreise nach Shanghai.
Beschreibung siehe separater Rückblick am Seitenende.

7. November
Wir verabschiedeten am Friedhof Leobersdorf die Schwiegermutter unseres Sängerfreundes Alois Ammann mit einem musikalischen Gruß.

10. November
Probentag für das Herbstkonzert im Schloss Kottingbrunn.

21. November
Zweite Vorstandssitzung.

2. Dezember
Herbstkonzert im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses.
Unser diesjähriger Auftritt war gekennzeichnet von zwei Hauptthemen: Die erste Hälfte des Konzerts stand im Zeichen der Klassik und der internationalen Folklore. Der zweite Teil war der Wiener Musik vorbehalten, wobei neben Strauß auch der oft vergessene Heinrich Strecker am Programm stand.
Diese interessante Mischung wurde vom Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen, vor allem die Trommeleinlagen von Angelika Siman, der Tochter unserer Chorleiterin, und ihrem Freund, zu unseren Zulu-Songs wurden heftig bejubelt.
Unser Programm:
Trösterin Musik/ Anton Bruckner
Die Himmel rühmen/ L. van Beethoven
Rondo für Klavier in C-Dur (S.Michalko)/L. van Beethoven
An die Freude/unbekannt
Der Goldelfahrer/ Franz Schubert
Mala Moja (Kroatien)/ A. Kempkens
Zena, Zena (Israel)/ Y. Chagiz
Ayangena/ Zulu-Song
Nginesi ponono/Zulu-Traditional
Ja, ja, der Wein is guat/ Heinrich Strecker
Frühling im Wienerwald/ H. Strecker
Drunt‘ in der Lobau/H. Strecker
Ach, die Weiber/ Franz Lehar
Kaiserwalzer/ Johann Strauß
Feuerfest-Polka/ Johann Strauß
Eljen a Magyar/ J. Strauß
Tritsch-Tratsch-Polka/ J. Strauß

9. Dezember
Auf Wunsch unseres Bezirksvorstehers gestalteten wir ein „zusätzliches“ Adventkonzert in der evangelischen Kirche in Liesing.

12. und 13. Dezember
Erstmals waren wir eingeladen, beim Kulturmittag im Alten Rathaus in der Wipplingerstraße zusammen mit eine Bläserensemble an ein vorweihnachtlichen Singen zu gestalten.

13. Dezember
Unser Adventsingen im Pensionistenclub fand gottseidank abends statt.

17. Dezember
Zum 50. Mal sangen wie beim Verein Kuhländchen im Restaurant Wienerwald.

20. Dezember
Unsere vereinseigene Weihnachtsfeier fand wie immer im Probenlokal in der Ketzergasse statt.

22. Dezember
Mit unserem traditionellen vorweihnachtlichen Singen und Musizieren in der Atzgersdorfer Kirche rundeten wir unser „heftiges“ Vereinsjahr ab. Die Kinder der Musikschule Gumpoldskirchen und die Rezitationen von Otto Frank komplettierten das Programm.

 

Als neue Sänger wurden aufgenommen:
Engel Wolfgang (2. Bass)
Tatowsky Andreas (1. Tenor)

 

Konzertreise Toskana 16.5.07 bis 21.5.07

Das Zustandekommen dieser interessanten Reise verdankten wir der jahrelangen Freundschaft unseres Sangesbruders Andy Stappen mit der in Cortona wohnenden Familie Mario und Anna Maria Bocci. Geplant war ein Auftritt in Cortona im Rahmen des alljährlich stattfindenden mittelalterlichen Stadtfestes.

Nach langwieriger Vorbereitung durch den Vereinsvorstand und nach intensiver Probenarbeit war es am 16. Mai soweit: 38 Sänger und 50 Angehörige bzw. unterstützende Mitglieder traten mit 2 Bussen die Reise in den Süden an. Nach 16 Stunden erreichten wir unser Hotel in Cortona, ein umgebautes ehemaliges Kloster am Stadtrand, nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt.

Am nächsten Tag war eine Besichtigungstour zu den nächstgelegenen touristischen Highlights vorgesehen:
Montepulciano, nicht nur für seine Weinkeller berühmt, wartet mit mächtigen mittelalterlichen Stadttoren und einem schönen Hauptplatz mit Renaissance-Rathaus und gotischer Kathedrale auf. Gleich in der Nähe besuchen wir noch die mächtige Renaissance-Kirche „Madonna di San Biagio“ und machen anschließend in Pienca halt. Dieses toskanische Kleinod mit Stadtmauer, kleinen Gassen und hübschen Gärten besticht vor allem durch seinen prächtigen Ausblick in die Hügeln der Umgebung.
Mit wunderbaren Eindrücken kehrten wir in unser Hotel zurück, wo wir noch an einer Weinverkostung teilnahmen.  Wir revanchierten uns mit „themenbezogenen“ Liedern.

Der nächste Tag gehörte unserem großen Auftritt. Vormittag konnten wir noch auf eigene Faust Cortona besichtigen. Zu bewundern gab es eine Stadtmauer noch aus der Etrusker-Zeit, frühgotische Bürgerhäuser, einen Renaissance-Palast und ein Rathaus aus der gleichen Zeit. Beeindruckend auch die auf einen Hügel am Stadtrand gelegene Kirche Santa Elisabetha mit berühmten Wand- und Deckenmalereien. Nachmittags – nach einer Ruhepause – versammelten wir uns vor dem „Teatro Signorelli“ in Cortona.

Vor fast ausverkauftem Haus boten wir ein vielfältiges Programm an:
Beethoven, Mozart, Schubert, Wagner, Strauß, usw. Alle Stücke fanden großen Anklang, besonders die solistischen Auftritte von Walter, Andi und Alfred wurden mit viel Applaus bedacht, und bei der „Feuerfest“-Polka hallten Ottos Hammerschläge am Amboss hörbar durch den Saal. Zufrieden konnten wir uns nach dem Konzert in der Aula des Theaters bei einem kleinen Imbiss stärken.

Am 4. Tag stand wieder eine Besichtigungs-Tour auf dem Programm: Siena mit seinem Dom, den mittelalterlichen Gassen und der berühmten Piazza del Campo gehört zu den absoluten Höhepunkten jeder Toskana-Reise.
Natürlich durfte auch ein Besuch in San Gimignano mit seinen bekannten „Geschlechtertürmen“ nicht fehlen.
Am Abend war noch Gelegenheit, das traditionelle mittelalterliche Stadtfest in Cortona mitzuerleben: Prächtig gekleidete Bürger würdigten „die Hochzeit des Herzogs mit seiner jungen Braut“.
Am Sonntag, dem letzten Tag unseres Aufenthaltes feierten wir in der Hotel-Kapelle vormittag unsere Gründungsmesse mit der „Deutschen Messe“ von Schubert, ehe wir zu einem Ausflug nach Assisi aufbrachen.
Die Heimatstadt des bekannten Heiligen wird vom berühmten Dom beherrscht, einem prächtigen Bauwerk mit unzähligen Kunstschätzen, allen voran die beeindruckenden Fresken Giottos. Am Abend waren wir noch bei „Mario“ Bocci und seiner Familie zu einem Gartenfest eingeladen. Bei hervorragendem Essen und köstlichen Weinen wurde (von beiden Seiten) musiziert und gesungen. Ein passender Ausklang einer traumhaften und sehr erfolgreichen Konzertreise.
Wieder einmal war es dem AMGV 1880 gelungen, durch seinen Auftritt hervorragende Werbung für Österreich, Wien und auch für den 23. Wiener Gemeindebezirk zu machen.

 

Konzertreise Shanghai 14.10.-21.10.2007

Die Reise war über eine Anfrage aus dem Chorforum Wien und dem Chinesischen Kulturverein in Österreich zustande gekommen. Im Rahmen des Shanghai International Chorusfestival war die Teilnahme an vier Konzerten geplant. Der Höhepunkt sollte beim Eröffnungskonzert in der Ming Hang Sporthalle der Schlusschor aus Beethovens 9. Sinfonie mit allen teilnehmenden Chören sein.

Während der Sommerpause waren unser Obmann Franz Zehetbauer und sein Stv. Alois Ammann mit den organisatorischn Aufgaben voll ausgelastet. Es galt, die Flugtickets und die Visaanträge zu besorgen, sowie den Hotelaufenthalt und das Programm in Shanghai mit den zuständigen Stellen in Wien und Shanghai zu koordinieren.

Nach der Sommerpause begannen wir unverzüglich mit den entsprechenden Probearbeiten.
Am 14. Oktober war es soweit: Nach 12-stündigem Flug (über das frisch verschneite Moskau) landeten wir in Shanghai. Schon auf der Fahrt ins Hotel wurden uns die gigantischen Ausmaße dieser Metropole bewußt. Unzählige Wolkenkratzer in den interessantesten architektonischen Formen wechselten mit alten verschachtelten Häuserblocks ab, dazwischen Autobahnen in mehreren Etagen und ein gigantisches Verkehrsaufkommen.

Am nächsten Tag konnten wir bei einem deutschsprachig geführten Stadtbummel die berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Shanghai aus der Nähe betrachten. Und am Nachmittag gab es bereits die erste Probe. Allerdings, mit der riesigen Sporthalle (für 5000 Besucher) und der ungewohnten Verstärkeranlage mussten wir erst zurechtkommen!

Das Konzert selbst fand am nächsten Tag statt. Die voll besetzte Halle bot einen eindrucksvollen Rahmen für die diversen Auftritte, die auch von chinesischen Fernsehstationen übertragen wurden. Bei unserer Einzeldarbietung („Leichtes Blut“) kamen wir gottseidank mit den widrigen Umständen recht sehr gut zurecht, so daß wir auch beim Publikum einen guten Eindruck hinterließen. Zum Abschluss kamen alle teilnehmenden Chöre, darunter auch der Chor des Nationaltheaters Peking, in exakter Formation auf die Bühne und sangen wie geplant „Die Ode an die Freude“ aus dem Schlusschor der 9. von Beethoven – ein überwältigendes Erlebnis.

Bei unseren folgenden Auftritten in der Shanghai–Konzerthalle im Square Garden (vergleichbar mit dem Wiener Konzerthaus) und einem Freiluftkonzert in der Nanking-Road, der größten Fußgängerzone Shanghais, konnten wir mit „Strauß“ und viel Witz und Charme (vor allem bei der „Trisch-Tratsch-Polka“) bei unserem chinesischen Publikum punkten.
Auch unser viertes Konzert in einem kleineren Theater in einem Außenbezirk Shanghais war ein durchgehender Erfolg.

Natürlich gab es auch einige inoffizielle musikalische Kostproben, z.B. ein kleines Konzert im Festsaal unseres Hotels, ein Spontanauftritt in der Altstadt von Shanghai und ein musikalischer Gruß aus Wien im „Garten des bescheidenen Beamten“ in Suzhou.
In diese Stadt in der Nähe von Shanghai führte uns ein Ganztages-Ausflug am letzten Tag unseres Aufenthalts. Neben den berühmten Gärten – wir konnten 2 davon besichtigen – ist die Stadt wegen ihrer vielen Kanäle als „Venedig Chinas“ bekannt. Auf einer Bootsfahrt konnten wir uns (auch vom Unterschied) überzeugen.

Am 21. Oktober hieß es wieder Koffer packen – für die Heimreise. Leider mußten wir unseren Alois zurücklassen. Er mußte unfreiwillig einige Tage in Shanghai anhängen, da ihm sein Pass abhanden gekommen war.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass die österreichische Musikkultur und hier im besonderen die Wiener Musik, auf große Begeisterung beim chinesischen Publikum gestoßen war und wir mit unseren Auftritten durchaus erfolgreich dazu beigetragen haben.

Die gesamte Konzertreise war für alle Teilnehmer ein interessantes und unvergessliches Erlebnis.

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